Im berühmten Kinderbuch "Struwwelpeter" finden wir mit dem Hans-Guck-in-die-Luft,
dem Zappelphilipp und dem zündelnden Paulinchen ausführliche und verständliche Beschreibungen von Kindern mit einem ADHS oder ADS.
Diese Kinder handeln impulsiv ohne zu denken, sind unruhig, ungeduldig und leicht ablenkbar.
Sie haben Schwierigkeiten ruhig sitzen zu bleiben, zu warten oder auch zuzuhören.
Sie verlieren und vergessen häufig Dinge und haben öfter Unfälle, weil sie Gefahren schlecht oder gar nicht einschätzen können.
Wenn sich diese Störungen über ein längeren Zeitraum häufen, die Probleme in Kindergarten, Schule und zuhause zunehmen, sollte ein erfahrener Kinder- und Jugendarzt oder ein Kinder- und Jugendpsychiater zu Rate gezogen werden.
Denn nur ein Arzt kann abklären, ob es sich um ADS/ADHS oder eine andere körperliche Erkrankung handelt.
Ungefähr 4 Prozent aller Kinder und Jugendlichen leiden an ADS/ADHS, der Schweregrad dieser Erkrankung kann dabei sehr ungleich ausgeprägt sein.
Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen.
Jugendliche und sogar Erwachsene können an ADS/ADHS leiden.
Folgende Symptome gelten bei Kindern als Hinweise dafür. Sie sind alle oder einzeln über einen Zeitraum von mehreren Monaten vorhanden:
Kurz, zeigen diese Kinder Beeinträchtigungen der Aufmerksamkeit, der Impulskontrolle,
sowie eine starke Bewegungsunruhe.
Eine endgültige Ursache des ADHS konnte trotz intensiver Forschungsbemühungen noch nicht ermittelt werden. Jedoch gilt als gesichert, dass Erbfaktoren eine große Rolle spielen. ADHS- Kinder haben häufiger hyperkinetische Geschwister, Eltern oder andere Verwandte.
Sollte sich bei einem Kind der Verdacht auf ADS/ADHS ergeben, sollten die Eltern mit ihrem
Kind an einen Kinder- und Jugendpsychiater oder ADHS-erfahrenen Kinderarzt wenden
Dieser führt alle erforderlichen Untersuchungen durch und kann eine exakte Diagnose stellen sowie ggf. eine Behandlung einleiten.
Eine gründliche körperliche, neurologische und kinderpsychiatrische Untersuchung ist sehr wichtig, da auch körperliche oder andere seelische Erkrankungen ein ADS/ADHS vortäuschen können.
Eine Therapie erfolgt in der Regel mit Medikamenten, welche in Kombination mit der Beratung von Eltern und Lehrern und psychotherapeutischen Maßnahmen bei den Kindern hervorragende Behandlungserfolge zeigt.
Werden die ADS/ADHS Kinder nicht rechtzeitig behandelt, kommen meist noch weitere Störungen hinzu.
Die Kinder fallen auch bei guter Begabung in den Schulleistungen ab, sind aufgrund ihrer ständigen Misserfolge wenig selbstbewusst, traurig verstimmt oder auch aggressiv. Bei den Schulkameraden sind sie häufig aufgrund ihres Verhaltens unbeliebt oder sogar gefürchtet.
Weitere Informationen zu ADS und ADHS können Sie hier lesen.

