Das Tourette Syndrom ist benannt nach dem französischen Arzt Georges Gilles de la Tourette, der die Symptomatik erstmals um 1885 auf wissenschaftlicher Basis beschrieb.
Der Schwerpunkt des Tourette-Syndroms besteht aus motorischen und vokalen Tics, extra können ADS / ADHS, Angst- und Zwangsstörungen, Depressionen sowie Autoaggressionen auftreten.
Darüber hinaus ist ein Teil der Tourette- Symptom- Patienten auch von den Komorbiditäten Asperger-Syndrom und Schlafstörungen betroffen.
Um die Diagnose eines Tourette-Syndrom (TS) stellen zu können, müssen mindestens zwei motorische sowie ein vokaler Tic vorhanden sein, welche länger als ein Jahr bestehen müssen, sowie vor dem 21. Lebensjahr auftreten.
Häufig beginnt die Erkrankung zwischen dem 6. und 8.Lebensjahr.
Die Koprolalie, die unkontrollierbare Neigung obszöner Begriffe, häufig mit sexuellem Inhalt, entwickeln schätzungsweise 20-30 % der Betroffenen. Diese Teilsymptomatik ist jedoch kein wesentliches Merkmal des Tourette Syndroms und tritt auch bei anderen neuropsychiatrischen und neurodegenerativen Erkrankungen auf. Männer sind charakteristisch häufiger davon betroffen als Frauen.
Hauptsächlich bei innerer Erregung, wie Ärger oder Freude, kann es zu heftigen und verstärkten Tics kommen.
Meist kündigen sich diese durch Gefühle wie Kitzeln, Jucken oder Muskelverspannungen an.

