Obwohl bei den Zwangsstörungen auch Ängste eine Rolle spielen, zählen sie nicht zu den Angststörungen.
Es bestehen erhebliche Unterschiede zwischen einer Zwangsstörung und einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung.
Zwangsstörungen sind durch immer wiederkehrende Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen gekennzeichnet, die einen zeremoniellen Charakter annehmen. Zwangsgedanken sind Ideen, Vorstellungen oder Impulse, die sich fortlaufend wiederholen, belastend sind und nicht durch Willensanstrengung beeinflusst werden können. Zwangshandlungen müssen ständig wiederholt werden. Typische Beispiele sind Waschzwang, Kontrollzwang, magisches Denken oder Ordnungszwang.
Bei Zwangsgedanken geht es meist um angstvolle Gedanken und Überzeugungen, wie jemandem zu schaden, in eine peinliche Situation zu geraten oder ein Unheil anzurichten. Zwangsstörungen können so stark ausgeprägt sein, dass eine normale Lebensführung unmöglich ist.
Die Krankheit beginnt meist im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter meist aber vor dem 30. Lebensjahr, fast immer langsam zunehmend und sich dann konstant verschlimmernd.
Ursachen für eine Zwangsstörung sind bisher unbekannt. Vermutlich ist eine Kombination von Veranlagung und seelischen Ursachen für das Entstehen einer Zwangsstörung verantwortlich.
diagnostischen Leitlinien:

